Don't walk over, talk over* A social intervention in public space 

In 2008 within the renovation of the St Mary square there have been discovered Jewish gravestones under the stairs leading down from the viewing point. Later on they were removed to the garbage dump without any documentation, or adecuate handling. The gravestones were initially taken away from the old Jewish cemetery demolished in 1949 for the needs of the textile factory situated nearby, and used for the city pavement. Thus, around 50 years we had been unconsciously walking down the other peoples gravestones.

This precedent is more a question of respect for every human being, than of religion, origin or nationality.

The project „w/t/alk over“ want question what is memory for you and why does history matter? What is freedom? How does goverment handle with cultural herritage? How do you want to be remembered and respected? Are there more gravestones under our feet?

 

KÜNSTLERISCHE INTERVENTION

Am 5. November 2017 versammelten sich auf dem Türkischen Platz Czernowitz ca. 30 Menschen. Der Leiter des Museums für jüdische Geschichte und Kultur Czernowitz Mikola Kuschnir begrüßte das Publikum und wies auf dieWichtigkeit des Projekts und seine Unterstützung hin. Anschließend sprach Natalia Yeryomenko, Koordinatorin des ukraineweiten Projekts „Freedom Squares“. Dann kamen die Künstlerinnen Jana Kühn und Victoria Medvedko zu Wort und führten in den Ablauf der Intervention ein und stellten die Idee der Aktion dar. Die Zuschauer waren eingeladen einen von der Stadtverwaltung ausgeborgten Pflasterstein mit weißer Farbe zu bemalen und auf einem Platz ihrer Wahl auf dem Türkischen Platz abzulegen. Des Weiteren sollte jeder Teilnehmer unter den weißen Stein einen mit einem Wunsch beschriebenen Wunschzettel platzieren. Dabei wurde dazu angehalten über Erinnerung im Allgemeinen, über Respekt gegenüber anderen Kulturen und über Erinnerungskultur in der Ukraine nachzudenken. Es waren insgesamt 150 Pflastersteine vorhanden. 122 Stück wurden bemalt und platziert. Während der Aktion gab es Laufpublikum, die über das Projekt informiert und zum Mitmachen angehalten wurden. Die geladenen und über die Social Media Kampagne informierten Gäste funktionierten dabei als Multiplikatoren. Dabei entstanden Diskussionen über Erinnerungskultur, aber auch über persönliche Geschichten. Nach der 3 stündigen Aktion versammelten sich alle Teilnehmer*Innen abermals und wurden gebeten jeweils einen weißen Stein in die Hand zu nehmen und sich an dessen Stelle zu stellen. Im Anschluss durfte jede/r Teilnehmer/in einen Stein mitnehmen und an eine beliebige Stelle im Stadtraum oder in einer anderen Stadt (weltweit stellen). Der Standort sollte als Foto festgehalten und unter dem Hashtag

#remindthestones auf Facebook gepostet werden.

Von der ganzen Aktion auf dem Türkischen Platz wurde ein Stop-Motion-Film erstellt, der die Veränderung des Platzes über den ganzen Zeitraum zeigt.

SOCIAL MEDIA CHANNEL

https://www.facebook.com/dontwalkovertalkover/

 

Let's talk about and not walk about!

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  • turkish square Chernivtsi
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